Das Einbecker Brauhaus wurde im Jahr 1967 gegründet und beschäftigt knapp 200 Mitarbeiter. Angesiedelt ist es in der Stadt Einbeck und bereits seit dem Mittelalter wird hier Bier gebrauht. Unter der Leitung von Lothar Gauß und Walter Schmidt, wird jährlich ein Umsatz von ca. 40 Millionen Euro erwirtschaftet. Mit einem Bierausstoß von etwa 800.000 Hektolitern, zählt das Einbecker Brauhaus zu den wichtigsten und erfolgreichsten in der Region. Bekannt ist das Bier aus dieser Region jedoch schon seit 1378, wie historische Urkunden belegen. Auch das weltberühmte Bockbier stammt aus der Hansestadt Einbeck. Im Jahr 1240 wurde Einbeck das Stadtrecht zugesprochen und somit war auch das Braurecht für die Bürger damals gegeben.

Im Mittelalter wurde das Bier als Luxusware gehandhabt und wurde sogar bis nach Italien exportiert. Damit die Haltbarkeit des Bieres gewährleistet werden konnte, wurde es mit einer enorm hohen Stammwürze gebraut was dazu führte, dass das Bier äußerst schwer und besonders alkoholreich war. Auch Martin Luther (1521) soll von dem Bier geschwärmt haben und sogar für seine Hochzeit einige Fässer heranschaffen haben lassen.

Zusammenlegung mit der Dortmunder Brauerei

Die Einbecker Braurechte wurden im Jahr 1794 zusammengeführt und es entstand eine einzige Stadtbrauerei. Im Jahr 1922 wurde sie mit der Einbecker Brauerei Domeier & Boden zusammengelegt. Seit dem Jahr 1967 wurde aus der Zusammenlegung die heute bekannte Einbecker Brauhaus AG. Lediglich zwei Jahre hat es damals angedauert, bis eine Fusion mit der Dortmunder Union-Brauerei gelang.

Das Bier aus dem Einbecker Brauhaus ist jedoch nicht nur in der Region sehr beliebt und bekannt. Auch bis weit über die Grenzen hinaus erfreut es viele Gemüter und Bierkenner schätzen die hohe Braukunst der Einbecker. Mittlerweile werden zahlreiche Biersorten in der Brauerei hergestellt und verkauft. Zu den bekanntesten zählen das Einbecker Dunkel, Einbecker Brauherren Pils, Einbecker Brauherren Alkoholfrei, Einbecker Premium Pilsener, Einbecker Mai-Ur-Bock und der Einbecker Ur-Bock dunkel.

Die bis zum Jahr 2009 bekannten Flaschen wurden am 15. Juni 2009 mit neuen Kronkorken und Etiketten versehen. Bereits ein Jahr später wurden die Kästen gegen neue getauscht und im Jahr 2012 bekamen alle Flaschen der Einbecker Brauerei neue Etiketten.

Im Laufe der der Zeit für die Brauerei von diversen Unternehmen übernommen. Die letzte Übernahme liegt erst einige Jahre zurück.

Auf die Umwelt wird ebenfalls geachtet

Doch nicht nur auf das Brauen von Bier legt die Brauerei sehr großen Wert, auch der Umweltschutz wird nicht aus den Augen gelassen. Als eine der ersten Brauereien in Deutschland, wurde die Einbecker Brauerei nach den internationalen Standard zertifiziert. Es werden ausschließlich Naturprodukte verwendet und verarbeitet. Die Brauerei fühlt sich der Erhaltung der Umwelt und Natur besonders verpflichtend und deshalb finden jährlich Überprüfungen in allen Abteilungen statt und die Mitarbeiter werden besonders auf Umweltrichtlinien geschult.

Diese Arbeit hat sich auch bezahlt gemacht, denn der Standort Papenstraße wurde als „Ökoprofit-Betrieb 2011“ geehrt und ausgezeichnet.

Die Besichtigung in der Brauerei

Wer einmal die hohe Kunst des Brauens selbst erleben und sehen möchte, der hat im Einbecker Brauhaus die Möglichkeit dazu. Besucher sehen, wie die Bierspezialitäten gebraut werden und sehen bei einer geführten Tour, mit welchen Rezepturen und modernen Methoden gearbeitet wird. Die Besichtigung nimmt etwa 3 Stunden in Anspruch und im Anschluss kann natürlich das Bier direkt vor Ort verkostet werden.

Eigener Fan-Shop des Einbecker Brauhauses

Am besten lässt sich das Bier aus der Brauerei natürlich direkt in der Gaststätte genießen. In einer gemütlichen Atmosphäre können Gäste und Besucher sich durch die breite Palette der Biersorten Kosten und sich mit frischgekochten Speisen aus der Region verwöhnen lassen. Wer vom guten Bier nicht genug bekommen kann, der kann sich aus dem eigenen Fan-Shop ein Stück Bier nach Hause mitnehmen. Angeboten wird ein umfangreiches Sortiment an Biersorten und diversen Accessoires wie etwa einem Bierglas. Von Montag bis Freitag ist der Shop in der Zeit von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Direkt am Gelände der Brauerei finden Gäste und Interessierte den Fan-Shop.